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3. Zur Weiterverbreitung von Viren beitragen und sich selbst dem Risiko des Befalls aussetzen
Die meisten Viren werden durch den Austausch infizierter Dateien zwischen Anwendern verbreitet. Solche Viren nutzen die Verwundbarkeit spezieller Anwendungen oder Sicherheitslücken eines speziellen Betriebssystems aus, um gefährlichen Programmcode auszuführen. Die Weiterverbreitung von Viren stützt sich in diesem Fall auf die Tatsache, dass viele Anwender dieselben Programme benutzen und ihre Dateien in dem vorgegebenen (=proprietären) Format dieser Programme austauschen.Daher sind die meisten Viren nicht nur
plattformspezifisch sondern auch
anwendungsspezifisch: in vielen Fällen macht der simple Wechsel zu einem anderen Programm ein System immun gegen eine Klasse von Viren (als Beispiel mag hier die die große Anzahl an MS Word Makro-Viren herhalten). Die Benutzung offener Formate, also programm-unabhängigerDaten-Formate, kompatibel zu und Zugänglich auf verschiedenen Plattformen, schwächt die weite Verbreitung von Viren und erschwert ihre Weiterverbreitung: es ist viel einfacher, eine Sicherheitslücke in einem einzigen, weit verbreiteten Programm mit unvorsichtigen Anwendern auszunutzen, als gefährlichen Programmcode für ein Format zu schreiben, welches von einer Vielzahl von Anwendungen gelesen wird und auf vielen verschiedenen Plattformen läuft.